Erfolgreiche EMINT-Herbsttagung in Freiburg

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Unter dem Motto: „Science meets reality“ – Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft vertiefen, fand am 21. September die jährliche Herbsttagung des Fachverbandes EMINT statt.

Erfolgreiche VDMA EMINT-Herbsttagung unter dem Motto: „Science meets reality“ – Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft vertiefen

Frankfurt, 30. September 2016 – „Kooperationen zwischen Industrie und Wissenschaft sind für die Forschung nach neuen Technologien und Materialien unerlässlich. Der VDMA liefert mit Veranstaltungen wie der Herbsttagung einen großen Beitrag, den Dialog zwischen beiden Partnern zu unterstützen und zu fördern.“ So fasste Rainer Kurtz, Vorsitzender des Fachverbandes EMINT, die diesjährige Herbsttagung beim Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) in Freiburg unter dem Motto „Science meets Reality“ zusammen.

Rahmenbedingungen für Forschungskooperation mit Verbesserungspotenzial
Ob langwierige Antragsphasen oder fehlende Ansprechpartner – bei Forschungskooperation zwischen Industrie und Wissenschaft sehen die Teilnehmer des Roundtable-Gesprächs der Herbsttagung bei den Rahmenbedingungen immer noch Verbesserungspotenzial und fordern gleichzeitig auch Unterstützung von anderen Organisationen. „Der VDMA bietet hier mit seinen Arbeitskreisen, Forschungsgesellschaften und Events wie der Herbsttagung eine sehr attraktive Plattform um als Universitätsinstitut in Kontakt mit der Industrie zu treten“, ergänzte Professor Jürgen Wilde, Leiter des IMTEK. Vor allem die Probleme bei der Antragstellung von EU-Projekten schrecken die Vertreter von Industrie und Wissenschaft oftmals ab. Dennoch ist gerade die Internationalität ein wichtiger Faktor der Wettbewerbsfähigkeit, sowohl in der Industrie als auch in der Wissenschaft.

Von Mikrofluidik bis autonome Roboter
Die Verbandsmitglieder konnten sich bei interessanten Vorträgen aus verschiedenen Forschungsgebieten des IMTEK und des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) weiterbilden. So konnten die Zuhörer sich über die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Bereich Mikrofluidik und Ultrapräzisionsbearbeitung informieren. Aus dem Bereich der Biomedizin wurden die neuesten Trends der Neuroprothetik gezeigt. Hier forscht man derzeit an einer fühlenden Handprothese. Am Lehrstuhl für Aufbau- und Verbindungstechnik beschäftigt man sich derzeit nach dem Motto “More than Moore“ mit den Trends der Aufbau- und Verbindungstechnik für 2020.

Die Herbsttagung bot auch interessante Vorträge aus anderen Bereichen jenseits der Mikrosystemtechnik. Ein Beispiel war der Beitrag des Institute of Computer Science, ebenfalls angesiedelt an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, zu autonomen intelligenten Systemen. Hier ging es insbesondere um die Sensorik des Roboters Obelix. Mit Hilfe der integrierten Sensorik kann sich dieser Roboter bereits autonom durch die Straßen Freiburgs bewegen. Das Fraunhofer ISE beteiligte sich mit einem Vortrag zum Thema Laserbasierter Fertigungsprozesse für hocheffiziente Solarzellen. Durch den Einsatz des vorgestellten Laser Fire Contact Prozesses konnte der Wirkungsgrad von beidseitig kontaktierten Siliciumsolarzellen am ISE auf 25,1 % gesteigert werden.

Frühjahrstagung adressiert die Luft- und Raumfahrtindustrie
Die nächste Tagung des Fachverbandes EMINT findet im Frühjahr 2017 statt und widmet sich mit der Luft- und Raumfahrtindustrie wieder einer Anwenderbranche. „Die Branche bietet viele interessante und maschinenbaurelevante Themen. Viele unserer Mitglieder liefern bereits ihre Produkte in diese Industrie. Deswegen haben wir uns entschieden die Luft- und Raumfahrtindustrie für unsere nächste Tagung zu adressieren“, erklärt der EMINT Geschäftsführer Thilo Brückner.

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