VDMA Productronic: Umsatzerwartungen 2017 auf Rekordniveau

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Nürnberg, 16. Mai 2017 – Der aktuellen Geschäftsklimaumfrage der VDMA Fachabteilung Productronic zufolge erwarten die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikproduktion für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 10,5 Prozent und für 2018 ein Umsatzwachstum von 6,8 Prozent. Damit liegen die Erwartungen für 2017 auf dem Niveau des Rekordjahres 2014 (10 Prozent Umsatzwachstum).

  • Geschäftsklimaumfrage zeigt: Umsatzerwartungen liegen   im zweistelligen Bereich
  • Automobilbranche und Digitalisierung als wichtiger Treiber des Erfolgs

Nürnberg, 16. Mai 2017 – Der aktuellen Geschäftsklimaumfrage der VDMA Fachabteilung Productronic zufolge erwarten die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikproduktion für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 10,5 Prozent und für 2018 ein Umsatzwachstum von 6,8 Prozent. Damit liegen die Erwartungen für 2017 auf dem Niveau des Rekordjahres 2014 (10 Prozent Umsatzwachstum).

Gründe für diese positive Entwicklung sind neben dem weiterhin schwachen Eurokurs die wachsende Nachfrage aus der Automobilbranche nach Elektronik und die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion und im Konsumer-Bereich.

Automobilbranche und Digitalisierung der Produktion tragen das Wachstum
Der Anteil an Elektronikkomponenten und Halbleitern an der Wertschöpfung pro Auto nimmt jährlich zu. Immer mehr elektrische Fahrassistenzsysteme, mehr Infotainment und nicht zuletzt die Idee des autonomen Fahrens lassen die Nachfrage nach elektronischen Bauteilen steigen. „Auch die zunehmende Digitalisierung in der Produktion hilft dem deutschen Elektronik-Maschinenbau auf doppelte Weise“, wie Rainer Kurtz, CEO der kurtz-ersa-Gruppe und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Electronics, Micro and Nano Technologies berichtet. „Zum einen besitzt die Digitalisierung ein großes Marktpotenzial für Sensoren und andere elektronische Bauteile, zum anderen kann der deutsche Maschinenbau insbesondere durch innovative Kombinationen von Produktionssystemen und Software neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Qualitätsoptimierung bieten."

Nachfrage in Deutschland und Europa derzeit am stärksten
Traditionell ist der Exportanteil im Elektronik-Maschinenbau größer als 80 Prozent. Laut Umfrage ist derzeit allerdings Deutschland mit knapp 30 Prozent der größte Abnehmer für die Produkte des Elektronik-Maschinenbaus. Knapp dahinter kommt Europa mit 29 Prozent. Nach Asien werden hingegen derzeit weniger Maschinen geliefert (24 Prozent).

Auftragsbücher der Firmen sind voll
86 Prozent der Unternehmen melden eine gleichbleibende oder bessere Auftragssituation im Vergleich zum Vorjahr. Mit 5,5 Produktionsmonaten ist der Auftragsbestand auf einem überaus guten Niveau für die Branche (Durchschnitt im Elektronik-Maschinenbau sind 3,2 Produktionsmonate).

Überstunden, Personalaufbau und Marktanteilsteigerung
Knapp mehr als ein Viertel der meldenden Unternehmen fahren Überstunden. Trotz der Planung von rund 25 Prozent der Firmen, neue Stellen aufzubauen, rechnet derselbe Anteil an Firmen auch zukünftig mit Überstunden beim den Mitarbeitern. Kurzarbeit spielt heute und in der Planung keine Rolle bei den Unternehmen. Die mittelfristige Stützung der Erträge soll vor allem durch Markanteilssteigerungen erzielt werden.  Effizienzsteigerungen spielen traditionell eine große Rolle, sowohl mittelfristig als auch auf langfristige Sicht.

Die Fachabteilung Productronic im VDMA repräsentiert mit rund 75 Mitgliedern die gesamte Prozesskette der Elektronikproduktion. Die Mitglieder fertigen Maschinen, Anlagen, Materialien und Komponenten mit denen ein breites Spektrum von Elektronikprodukten hergestellt wird, z.B. Halbleiter („Mikrochips"), Leiterplatten und elektronische Baugruppen, Flachdisplays, Datenspeicher, Photovoltaik und elektrische Energiespeicher.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt über 3.200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit aktuell rund 1.018.000 Beschäftigten (Dezember  2016) im Inland und einem Umsatz von rund 220 Milliarden Euro (2016) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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