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VDMA Productronic: Elektronik-Maschinenbau auf Wachstumskurs

Geschäftsklimaumfrage zeigt zuversichtliche Branche, Sondereffekte durch Photovoltaik

Nürnberg, 06.05.2014 – In der aktuellen Geschäftsklimaumfrage des VDMA Fachverbandes Productronic zeichnen die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikproduktion ein positives Bild: Der Umsatzzuwachs für das laufende Jahr wird auf 3,2 Prozent geschätzt, wobei Sondereffekte bei Photovoltaik-Produktionsmitteln das Ergebnis im Vergleich zur Oktober-Umfrage geschwächt haben. Ohne diese lägen die Umsatzerwartungen sogar über neun Prozent Zuwachs. Eine erste Einschätzung der Umfrage-Teilnehmer für 2015 liegt ähnlich positiv bei zehn Prozent Plus. In den klassischen Segmenten des Elektronik-Maschinenbaus, wie z.B. bei Automobil-, Industrie- und Leistungselektronik stehen die Zeichen demnach voll auf Wachstum. Aber auch bei der Photovoltaik wird es im Jahresverlauf aufwärts gehen.

‚Industrie 4.0‘, neue Märkte und ‚Good-enough‘-Maschinen
„Die neue Welle der Fertigungs-Automatisierung, die als ‚Industrie 4.0‘ bekannt geworden ist, ist ein Wachstumstreiber für den Elektronik-Maschinenbau und das gleich in mehrfacher Hinsicht“, freut sich Rainer Kurtz, CEO der kurtz-ersa-Gruppe und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Productronic. „Zum einen profitiert die Elektronikproduktion grundsätzlich durch eine weiterentwickelte Automatisierung. Zudem werden für Industrie 4.0 massenhaft neue Elektronik-Produkte wie beispielsweise vernetzte Mikrosensoren und Steuerungen eingesetzt. Ganz wesentlich profitieren wir im Ausland durch das Vorreiter-Image, das uns Industrie 4.0 gibt“, erklärt Kurtz. „Wir adressieren verstärkt neue Märkte, z.B. in Süd- und Mittelamerika oder der MENA-Region. Gerade dabei dürfen wir aber das mittlere Marktsegment nicht vergessen: ‚Good-enough‘-Maschinen hoher Qualität, wie sie die VDMA Impuls-Studie kürzlich vorgestellt hat, sind auch für den Elektronik-Maschinenbau wichtig“, bekräftigt Kurtz.

Auftragseingang und Auftragsreichweite steigen
Die Auftragssituation hat sich in der aktuellen Umfrage im Vergleich zur Oktober-Umfrage deutlich gebessert. Inzwischen melden knapp 70 Prozent der Firmen eine bessere Auftragssituation im Vorjahres­vergleich. Der Auftragsbestand hat sich deutlich, auf 3,9 Produktions­monate verbessert und liegt nun über dem langjährigen Durchschnitt von 3,2 Produktionsmonaten für die Elektronik-Maschinenbauer. So sehr das Photovoltaik-Geschäft heute noch belastet: Es ist auch hier mit deutlichen Besserungen zu rechnen. Zahlen von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel zeigen einen Abbau der Überkapazitäten, ansteigende Fabrikauslastung und erste neue Aufträge.

Beschäftigung auf Wachstum, Reduktion von Beschaffungskosten
70 Prozent der Unternehmen melden Überstunden, 62 Prozent planen diese. 38 Prozent der befragten Elektronik-Maschinenbauer planen Personalaufbau. Zur mittelfristigen Stützung der Erträge rücken für firmeninterne Maßnahmen der Melder nun die Reduktion von Beschaffungskosten wie Rohmaterialien und Energie stärker in den Fokus. Effizienzsteigerungen spielen traditionell eine große Rolle.

Der Fachverband Productronic im VDMA repräsentiert mit rund 75 Mitgliedern die gesamte Prozesskette der Elektronikproduktion. Die Mitglieder fertigen Maschinen, Anlagen, Materialien und Komponenten mit denen ein breites Spektrum von Elektronikprodukten hergestellt wird, z.B. Halbleiter („Mikrochips"), Leiterplatten und elektronische Baugruppen, Flachdisplays, Datenspeicher, Photovoltaik und elektrische Energiespeicher.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt über 3.100 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit aktuell rund 995.000 Beschäftigten (Februar 2014) im Inland und einem Umsatz von 206 Milliarden Euro (2013) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.


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